REZENSIONEN
Down Beat

“Fankhauser tönt nicht im mindesten wie ein Besucher aus der Schweiz!”
In den L.A. und Nashville Studios tönt Fankhauser nicht im mindesten wie ein Schweizer Besucher der sich unrealistischerweise als Bluessänger sehen möchte. Er zeigt tiefes Verständnis für Johnny Copelands Songs (Shemekia Copeland gibt ihren Segen in den Liner Notes), und er interpretiert Soul-Blues Originalkompositionen ohne übertriebene Stimme und ohne den Zuhörer durch das Kopieren von Vorbildern zu langweilen.
Frank Hadley
Blues Revue

“Strong, subtle songs that resonate with quiet authority!”
Blues Revue USA, July 2009 Strong, subtle songs that resonate with quiet authority! The Blues speaks a universal language. Just ask Philipp Fankhauser, whose break came in 1994 when Johnny Copeland asked him to relocate to the States to handle lead vocals for his band. What should have been the European’s big break in the blues world slipped away when Copeland died in 1997. Three years later, Fankhauser packed his bags and hightailed it back to Switzerland. He’s remained active on the European blues scene, initially as leader of the Checkerboard Blues Band and then as a solo artist. Fankhauser is a roots-music headliner with Top 10 releases in his home continent, and Love Man Riding is his 11th album. This clean, confident, professionally constructed set focuses on Fankhauser’s salt-and-pepper soul vocals wrapped around tunes that are restrained but melodically rich. Veteran producer Dennis Walker not only manned the board but co-penned six selections here, and American bassist Richard Cousins (of Robert Cray’s band) complements the predominantly European backing band. Fankhauser’s love of Brazilian music shifts the fulcrum south of the border on his cover of the Seventies hit „Rio de Janeiro Blue“ and the Cray-styled „Lonely in This Town“. Thankfully, he keeps the blues bubbling on both cuts, and neither drastically alters the album’s course. Horns and female backing vocals spice the dynamics, making the lovely ballad „I’m Finished Here“ one of the disc’s best tracks. The album generally stays on low boil, but Fankhauser and Walker aren’t trying to blow anyone’s socks off. Rather, their collaboration highlights the singer’s dusky vocals, controlled phrasing, and strong, subtle songs that resonate with quiet authority. Blues Revue June/July 2009 Hal Horowitz
Blues Matters

“The song writing is of a very high standard. A melodic joy.”
This is the eleventh album release from the man hailed as “Switzerland’s answer to Van Morrison”. Although I would not go so far as to directly compare him with the great man I can definitely see where the comparison stems from. An accomplished vocalist who can move effortlessly from slow blues on ‘One Of Them’ and ‘The Sundown’, to soul on ‘You Caught Me Off Guard’ and ‘Are You Out Of Your Head’, piano bar style ballad (this is a compliment) on ‘I Didn’t See (The Best Of You)’ and even a touch of Latino rhythm on a fine cover of Richard Torrance’s ‘Rio De Janeiro Blue’. The song writing is of a very high standard. Philipp is the major contributor with producer Dennis Walker (Robert Cray, B.B. King, John Campbell) also making his mark. In fact the slow blues ‘I’m Finished Here’ which was co-written by Dennis and the excellent keyboard player Hendrix Ackle is to my mind an outstanding piece of work as is ‘I Got A Love’, written by one time mentor, the late Johnny “Clyde” Copeland. As you can probably imagine such an established artist is going to surround himself with quality musicians. This is apparent throughout the album with some excellent understated performances. A melodic joy.
Thomas Rankin
Blues Revue

“Talk To Me stellt das ausgefeilte Werk eines reifen Unterhalters vor!”
Philipp Fankhauser’s künstlerische Entwicklung ist Stoff für eine gute Geschichte: ein Deutsch sprechender Schweizer der mit der Liebe zum Blues aufwächst, zum Teil dank der häufigen Konzerte von Albert Collins, B.B. King und John Lee Hooker am Montreux Jazz Festival. Diese Geschichte hat aber nur beschränkten Wert. Die Frage ist, kann der Mann, neben denen welchen er nacheifert, bestehen?
In Fankhauser’s Fall ganz gewiss. Man müsste seine Biografie kennen um darauf zu kommen, dass er nicht auf US-Boden geboren wurde: keine Spur eines Akzents in seiner weichen Stimme, welche an die soulfulness eines Tommy Castro oder Curtis Salgado erinnert. Fankhauser hat seit den achtziger Jahren Alben veröffentlicht, sein Sound ist voll entwickelt. Auf Talk To Me, seinem Erstling bei Memphis International Records, bietet er eine Palette von Eigenkompositionen und ein paar Covers an, darunter eine Version von “Members Only” welche vor ein paar Jahren von Dennis Walker produziert wurde. Walker hat auch ein paar der anderen Nummern produziert, während die meisten von Bobby Kyle produziert wurden. Die Ausnahme bildet eine Live-Version von Solomon Burke’s “Down In The Valley” welche das Album abschliesst.
Trotz der stückweisen Zusammensetzung und der Mitwirkung von fast zwei Dutzend Musikern (einschliesslich einer Hornsection), schafft es Talk To Me, dank Fankhauser’s konsequentem Ansatz, ein einheitliches Gefühl zu bieten. Fankhauser, der unter Gitarrist Johnny Copeland gelernt hat, hat von seinen Lehrern viel gelernt. Mit Copeland’s Songs “Cut Off My Right Arm” und “Flying High (Yesterday)” zollt er diesem Respekt. Unter seinen eigenen Songs zeigt er B.B. King-Beeinflussung mit “Who’s Gonna Sing The Blues For You?”. Die Antwort: vielleicht ein Deutsch sprechender Schweizer. Talk To Me stellt das ausgefeilte Werk eines reifen Unterhalters vor.
Michael Cote
Blues Magazine Paris

“Was für eine schöne Überraschung beim Hören dieser CD!”
Was für eine schöne Überraschung beim Hören dieser CD von Philipp Fankhauser. Er ist gewiss ein Freund der Copeland Familie (Shemekia hat die Liner Notes geschrieben), aber er hat sich jedoch deren Stil nicht angeeignet. Im Gegenteil, die Frische, die lockeren Rhythmen, eine warme Hornsection, eine sehr ausgewogene CD und darum ein sehr persönlicher Stil.
Man suche keine Originalität oder grosse Neuigkeit auf dieser CD – was diese CD zu einem guten Album macht ist ihre Einfachheit und ihre Kraft, ihre Schlichtheit. Man findet verschiedene Einflüsse aus Swing, Going To Dallas, Chicago, Talk To Me, ein akustisches Stück mit viel Perkussion in Home Town, ein herausragend lockerer Shuffle mit Horns in Flyin’ High (Yesterday). Welcome To The Real World ist eine funkige Nummer die man mit einem Titel von Tower of Power vergleichen könnte. Also, wenn Sie Lust auf eine satte und warme CD haben, denken Sie an Philipp Fankhauser.
Ah ja, ich habe vergessen zu sagen, dass Philipp Fankhauser ein Schweizer ist der in USA gelebt hat und jetzt wieder in seinem Heimatland ist. Für die die nicht weit von der Grenze leben, zögern Sie nicht ihn an einem Konzert zu sehen – Sie werden einen guten Abend verbringen!
Stéphane Biset
Blues News

“Grossartig als Sänger, überdurchschnittlich als Gitarrist und exzellent als Songschreiber!”
Für viele fast unbemerkt hat die Schweiz einen weiteren Musiker hervorgebracht, der in Sachen Roots-Musik internationale Klasse darstellt. Neun Alben hat Fankhauser schon unter eigenem Namen oder mit der Checkerboard Blues Band veröffentlicht, und auch mit seinem neusten Album zeigt er manchem Ami, wie groovy, fett und funkig richtig guter Memphis-Blues klingen sollte. Dass Fankhauser ein exzellenter Sänger ist, das hat Johnny Copeland erkannt, der den Schweizer in die Staaten einlud und ihn vor seinem Tod mit auf Tour nahm. So geraten die beiden Copeland-Nummern “Cut Off My Right Arm” und “Flyin’ High” zu Fankhausers Hommage an den Texas Twister. Der leichte, aber unüberhörbare Texas-Touch verleiht Fankhausers Blues zusätzlichen Biss. Grossartig als Sänger, überdurchschnittlich als Gitarrist und exzellent als Songschreiber, bekommt “Talk To Me” seinen letzten Schliff jedoch erst durch die voluminösen Bläserarrangements. Die Bläserfraktion, u.a. mit Jim Spake, Andrew Love, Wayne Jackson und Scott Thompson, hat vorher u.a. für Al Green, die Rolling Stones, Ike Turner, Otis Rush und viele Stax-Stars – kurzum: alles was im Rhythm & Blues Rang und Namen hat – ins Horn gestossen. Das ist hörbar – und unüberhörbar gut. Die Pustefix-Elite im Rücken mutiert Fankhauser gelegentlich gar zum Funkhauser. Klasse Album!
Uwe Meier
Blues in Britain

“Someone should get this outfit over here!”
In den frühen neunziger Jahren war Philipp Fankhauser Sänger, Gitarrist und Leader der sehr renommierten Schweizer Gruppe Checkerboard Blues Band. Dann ging er von 1994 bis 2000 nach Amerika und verbrachte viel Zeit mit dem mittlerweile verstorbenen Johnny Copeland und nahm unter der Leitung des berühmten Dennis Walker ein Album auf. Jetzt ist er zurück in Thun, Schweiz und führt die Philipp Fankhauser Blues Band durch das treffend betitelte Album Live – So Damn’ Cool (FunkHouseBlues FHB 92105). Ein sicheres, bescheiden klares Blues Set, in welchem Philipp die Unterstützung von Schlagzeuger Tosho Yakkatokuo und niemand geringerem als Bassist Richard Cousins, Robert Cray’s ehemalige rechte Hand, erhält. Das zum grössten Teil geborgte Material (aber die Songs die nicht oft gecovert werden) ist eine gute Plattform für Philipp’s coole Stimme und der kontrollierten halbakustischen Gitarre. Die Rhythm Section ist natürlich perfekt. In der Tat eine Klasseveröffentlichung und jetzt, wo sich Grossbritannien endlich der Bluesszene des Kontinents öffnet, sollte jemand versuchen diese Truppe rüber zu holen. Rating: 8
Norman Darwen
