Wieso aus den Bay City Rollers Muddy Waters und aus Suzi Quatro Sunnyland Slim wurde!
Geboren wurde Philipp Fankhauser im Zeichen der Fische am 20. Februar 1964 in Thun. Schon in frühester Kindheit zog er es vor, von seiner Mutter mittels der neusten Beatles Hits in den Schlaf gesungen zu werden. „Obladi Oblada" schnitt bei ihm bedeutend besser ab als „Roti Rösli im Garte".
1974 zog er mit seiner Mutter in den Tessin und dort wurde Philipp, bis dahin ein überzeugter Sweet Fan, mit Eric Clapton, Johnny Guitar Watson und allerlei anderer schwarzer Musik konfrontiert. Sweet wanderten in den Kasten und machten Watson’s „Gangster of Love" Platz.
Die damals noch sehr bluesigen Z.Z. Top taten es ihm an, die Stones, eben Clapton und nur wenige Zeit später erhielt er von seinem Bruder Christoph eine LP von Sunnlyand Slim. Sunnyland sang und spielte Klavier und, obwohl Philipp’s Englisch in jungen Jahren noch nicht
ausgereift war, verstand und begriff er doch den Inhalt dieser wundersamen, traurigen Musik. Das war 1976.
Ein Jahr zuvor schenkte ihm seine Mutter die erste Gitarre, ein Instrument welches ihn noch heute begleitet, und dem Wunsch den Blues zu spielen stand nichts mehr im Weg. Philipp sammelte jeden Schnipsel und jeden Ton Blues und war so besessen davon, dass keine anderen Hobbies mehr Platz hatten. Entsprechend waren auch sein schulischen Leistungen nicht gerade berauschend. Er wusste, er wollte Bluesmusiker werden, da brauchte er keine Schule!!
1977 dann gründete er die erste Schülerband, die „Black Feet", in Locarno. Da seine Leistungen auf der Gitarre mehr als fragwürdig waren, wurde entschieden, dass Philipp Fankhauser in der Gruppe Bass spielen würde, was auch nicht zu mehr Erfolg führte!
Ende der siebziger Jahre begann für Philipp Fankhauser endlich die Zeit der so lange ersehnten Konzertbesuche. Mit Freunden besuchte er 1980 das Montreux Jazz Festival und sah erstmals Albert Collins, welcher kurzfristig für den abgesagten Chuck Berry einsprang. Dann kamen die American Folk Blues Festivals im Zürcher Volkshaus, John Lee Hooker, Son Seals, Junior Wells, Buddy Guy, B.B. King, Albert King und eben auch die wunderbare Margie Evans. Mit Margie, die er 1983 endlich persönlich kennenlernte, verbindet ihn bis heute eine tiefe Freundschaft. Margie Evans war es auch, die ihm und seiner Checkerboard Blues Band half an grössere Auftritte zu kommen und ihr gemeinsames Album aus dem Jahr 1989 ist heute ein Klassiker.
1980 traf Philipp auch erstmals auf Louisiana Red; dieser holte ihn kurzerhand auf die Bühne und dann in die Garderobe wo er dem jungen Mann allerlei Tricks und Tips weitergab.
ZU DEN JAHREN 1982 - 1986