Blues ist wie Vögeln: immer das Gleiche, macht aber trotzdem Spass – hat mal ein ganz Schlauer behauptet. Auf die elf LPs des Schweizer Sängers Philipp Fankhauser trifft diese Erkenntnis nicht zu. Sie sind reinster Blues – aber jedes Stück ist anders. Auch sein neues Album „Love Man Riding“ ist so unglaublich abwechslungsreich und gut, dass einem vor Begeisterung fast der Draht aus der Mütze springt. Natürlich plündert der lange in den USA mit dem Blues-Heroen Johnny Copeland zusammen spielende Autodidakt die zeitgenössische Musikhistorie. Aber das Ergebnis klingt nie manieriert oder gar abgekupfert – und schon gar nicht (Entschuldigung) schweizerisch. Was Fankhauser da abliefert, ist musikalisches Teufelswerk allererster Klasse und geht sofort unter die Haut.
***** von *****
Willy Theobald
